Die neue Kreditkartengeneration: Karten mit neuem Sicherheits-Chip
Über Jahrzehnte wurden die Daten von Kreditkarten über dem auf der Karte befindlichen Magnetstreifen ausgelesen. Das funktionierte auch lange ohne Probleme. Doch das Computerzeitalter führte schnell zu einer Professionalisierung und Spezialisierung von Kriminellen beim Auslesen von Kreditkarten Daten. Mit geeigneten, billigen und handelsüblichen Lesegeräten und entsprechender Software gelang es den Unberechtigten ohne Probleme die relevanten Daten von dem Magnetstreifen zu kopieren. Anschließend wurden diese Daten auf eine neue Blanco Kreditkartend aufgespielt und damit Bargeld abgeholt oder eine Rechnung beglichen. Dabei spielte es keine Rolle, ob es sich um eine goldene Kreditkarte oder eine Kreditkarte kostenlos handelte, denn in der Sicherheit gibt es bei den Karten kaum Unterschiede. Den Schaden hatte entweder der tatsächliche Eigentümer der Kreditkarte oder die Karten ausgebende Bank.
Aufgrund der vielen Missbrauchsfälle mit Kreditkarten entschlossen sich die Kreditkartengesellschaften 2006 die Sicherheit der kleinen Plastikkarten durch technische Verbesserungen deutlich zu verbessern. Die Erste dieser Neuerungen ist der EMV Chip, die Zweite ist der “MasterCard Secure Code” und der “Verified by Visa” Code.
Diese neuen Sicherheitsverfahren sollen ab 2009 auf den entsprechenden Kreditkarten die von der jeweiligen Gesellschaft bzw. den Banken ausgegeben werden, vorhanden sein und den alten Magnetstreifen ablösen. Dabei ist es egal um welche Kreditkartenart bzw. typ es sich handelt, von dem Hardware update sind kostenlose Kreditkarten genauso betroffen wie die Gold Kreditkarten oder echten Premiumkarten. Während der EMV Chip, die Abkürzung steht für die großen Gesellschaften, die den Standard entwickelten, nämlich Europay International, Mastercard und VISA, sowohl bei Bezahlvorgängen an Kassen, als auch bei online Geschäften zur Geltung kommt, ist die Anwendung des der “MasterCard Secure Code” und der “Verified by Visa” Code auf Einkäufe im Internet beschränkt. Dabei geht es um die Eingabe eines zusätzlichen, auf besonderem Wege erzeugten Passwortes. . Die Bundesregierung gibt auf Ihrer Webseite Tipps zum sicheren online Einkaufen mit der Kreditkarte.
Leider ist in den meisten, im Internet angebotenen Webseiten, die einen Kreditkarten Vergleich anbieten, von dem Sicherheitsstandard der angebotenen Kreditkarten fast nie die Rede. Hier beschränken sich die Angebote im Wesentlichen auf die Angebe von Dispozinsen, die Höhe der Jahresgebühr und im besten Fall noch die Höhe der Sollzinsen.